Öfter mal was Neues…

Ich schreibe ja nun bekanntlich viel und gerne. Daher habe ich auch immer mal wieder was nur zur Hälfte Fertiggestelltes in der Schublade zu liegen. Oft fällt mir dann etwas Neues ein, an dem ich Schreiben möchte und das erfährt dann Priorität. Damit nicht all meine unfertigen Projekte in der Schublade liegen bleiben, habe ich jetzt mal was bei Wattpad eingestellt. Es ist ein fiktiver Roman, der 24 Stunden im Leben einer jungen Notärztin zeigt. Ich habe bislang ein paar Teile davon reingestellt und ich habe noch einige weitere Teile auf meinem Rechner, die nach und nach dazukommen werden. Der ein oder andere Teil wird dem geneigten Leser dieses Blogs vielleicht auch bekannt vorkommen, ähnliche Themen wurden auch schon mal im Blog verwurstet.

Dat Janze heißt:

Heroes Wear Haix -eine Blaulichgeschichte

und ist hier abzurufen:

Ich würde mich freuen, wenn es der ein oder andere lesen mag. Wenn es genügend Interesse daran gibt, motiviert es mich vielleicht auch, es noch ganz fertigzustellen. Kommentare sind immer gern willkommen!

Und da ich schon die ein oder andere Frage dazu bekommen habe: genau wie dieser Blog handelt es sich bei der Story um einen fiktiven Roman. Noch fiktiver, als dieser Blog es ist. Daher bitte ich von Fragen wie “Denkst du das wirklich?” oder “Hast du das echt erlebt?” abzusehen… Das heißt nicht, dass Ihr nicht fragen dürft, wie ich persönlich das ein oder andere sehe, aber nehmt das Manuskript bitte nicht als bare Münze!

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Hypochondrie inkognito

Es ergab sich an einem schönen Wochenende, dass ich von einem akuten Anfall von Hypochondrie befallen wurde. Eine Schwellung am Bein, die mit Sicherheit mindestens eine tiefe Beinvenenthrombose darstellte, machte mir das Leben schwer. Da ich mich auch gerade im Frei befand, konnte ich nicht so einfach bei mir in der Klinik diskret Labor abnehmen und einen vertrauensvollen Kollegen mal ganz schnell Dopplern lassen – also fühlte ich mich bemüßigt, in die Notaufnahme eines Großkrankenhauses am anderen Ende der Stadt zu fahren – weit weg, damit mich bloß keiner kennt. Ich entschied mich für die inkognito-Variante, um mich hemmungslos in meinen hypochondrischen Anwandlungen wälzen zu können, ohne, dass ich von den Kollegen dort gefragt würde, ob das jetzt WIRKLICH MEIN ERNST sei – so als Mediziner und so.
Ich schaffte es auch tatsächlich inkognito in den Untersuchungsraum und hatte das erste Gespräch mit einer sehr freundlichen Internistin hinter mich gebracht, in dem ich einfach nur brav bei allem nickte, was sie mir erklärte. Während sie mir gerade Blut abnehmen wollte, öffnete sich die Tür und eine Schwester kam herein. Sie musterte mich eine Weile.
“Ich kenne Sie doch!”, sagte sie schließlich.
“Ausgeschlossen.” erwiderte ich.
“Doch, doch… warten Sie mal… waren Sie schon mal hier?”
“Noch nie!” Mir rannte bereits der Schweiß von der Stirn.
“Warten Sie… ich kenne Sie aus dem Klinikum xyz!” Na toll, xyz ist das Krankenhaus, in dem ich tätig bin, auch das noch. Zum allem Überfluss musste ich mir eingestehen, dass die Dame mir auch verdächtig bekannt vorkam. “Ja! Da war ich bis vor ein paar Wochen noch in der Notaufnahme tätig!”, rief sie aus und überlegte angestrengt weiter. “Arbeiten Sie vielleicht im Klinikum xyz?”
“Äh…”, sagte ich und überlegte krampfhaft, wie man am besten NEIN sagt, ohne NEIN zu sagen.
“Na klar! Jetzt weiß ich’s! Sie arbeiten auch als Notärztin, richtig? Daher kenne ich Sie!” Ich wurde puterrot.
“Möglicherweise habe ich das ein oder andere Mal…”
“Ach, Sie sind Kollegin?” mischte sich die Internistin in die Debatte ein. “Welche Fachrichtung denn?”
“Anästhesie…”, nuschelte ich so leise, dass ich hoffte, sie würde es vielleicht nicht hören.
“Sie sind Anästhesistin? Und dann ist dieser Mückenstich hier WIRKLICH IHR ERNST?”

Ja… das war wohl nichts.

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