Herz vs. Verstand – wie würdet Ihr entscheiden?

Ok, ok, es war jetzt mal wieder eine verdammt lange Pause. Mea culpa. Es liegt, daran, weil ich nicht so recht wusste, wie ich Euch die Nachricht überbringen sollte, dass ich mein angestammtes Metier aus OP und Intensivstation verlassen habe und mich schon vor einer ganzen Weile in die Palliativmedizin begeben habe. Keine Sorge, Notarzt fahre ich weiterhin, also wird es da auch in Zukunft mehr oder weniger Interessantes zu berichten geben.

Für die, die mit dem Begriff Palliativmedizin nichts anfangen können: hier geht es um Menschen, die an einer nicht mehr heilbaren Erkrankung leiden. Ich bin zwar an einer Klinik angestellt, allerdings in der ambulanten Palliativmedizin tätig, dass heißt, ich kümmere mich eine einem Team aus Ärzten und Pflegekräften um Menschen, die auch nicht mehr in die Klinik möchten, sondern in letzter Konsequenz zu Hause versterben (wollen). Das Zauberwort heißt “Symptomkontrolle”, es geht also nicht mehr um Lebensverlängerung oder Heilung, sondern um Lebensqualität und Leidenslinderung. Als Anästhesist ist man da nicht ganz so weit weg von vertrauten Gebieten, denn man hantiert auch mit verschiedenen Opiaten und Benzos, die zum Teil über Schmerzpumpen etc. zugeführt werden und macht sogar so Sachen wie Aszites- oder Pleurapunktion – notfalls am Küchentisch. Geht alles.

Jedenfalls mangelt es hier nicht an spannenden Fällen, und da möchte ich Euch gleich mal einen aus dem Spannungsfeld Notarzt – Palliativmediziner vorstellen.

Herr Schiller litt an einem weit fortgeschrittenen Tumor der Leber. Er hatte sämtliche Therapien hinter sich, aber es hat nichts genützt, der Tumor breitete sich weiter aus und es ging ihm auch nicht mehr sonderlich gut. Sein Wunsch war es, zu Hause bleiben zu können und nicht mehr in die Klinik zu müssen. Er rief selbst beim Palliativ-Team an, hatte sich bereits umfassend informiert und wünschte, palliativ zu Hause betreut zu werden. Er rief in einer dieser Zeiten an, in denen das Telefon nicht stillstehen wollte und die Termine dicht an dicht standen. Ich konnte ihm nur einen Termin fünf Tage nach unserem Telefonat anbieten. Er sagte, dass es ihm bislang nicht so schlecht ginge, dass er das nicht abwarten könne. Er versprach mir, sich zu melden, wenn es doch nicht ginge.
Drei Tage später rief Herr Schiller wieder an. Es ginge ihm jetzt nicht gut. Er habe Schmerzen und bekomme schlecht Luft. Ob ich nicht doch früher kommen könne? Ich verschob ein paar Termine und fuhr wenige Stunden später zu ihm.
Herr Schiller war ein angenehmer und sehr gebildeter Mann, der mit seiner Frau ein Reihenhaus in bester Stadtlage bewohnte. Er war erst Anfang 60, aber von seiner Krankheit schon schwer gezeichnet. Er erzählte, dass er bislang zu Hause ganz gut zurecht gekommen sei. Er könne zwar nicht mehr aus dem Haus gehen, weil ihm dazu die Kraft fehle und der Weg in den ersten Stock, wo das Schlafzimmer war, mache ihm große Mühe. Relevante Medikamente nehme er, von etwas Metamizol mal abgesehen, allerdings nicht. Seit der letzten Nacht jedoch sei es viel schlimmer. Er habe Schmerzen hinter dem Brustbein, ein schreckliches Brennen. Die Luftnot habe zudem nochmal zugenommen. Außerdem sei ihm übel. Um mich überhaupt vernünftig mit ihm unterhalten zu können, gab ich ihm erstmal etwas Morphin, was sofort die Thoraxschmerzen und die offensichtliche Luftnot besserte.
“Herr Schiller….”, sagte ich schließlich. “Nach allem, was sie mir gerade erzählt haben, nehme ich an dass sie einen Herzinfarkt haben.” Natürlich kann ich sowas nicht wissen. Ich kann kein Blut abnehmen und kein EKG schreiben, das gehört nicht zur Standardausrüstung eines Palliativ-Teams. “Wenn Sie eine weitere Diagnostik und Therapie wünschen, müssen Sie in die Klinik.”
Herr Schiller überlegte kurz und schüttelte dann den Kopf. “Ich habe meinen Vater an dem gleichen Tumor elendig zugrunde gehen sehen, ich wünsche mir das nicht. Ich sterbe lieber an einem Herzinfarkt als an den Folgen des Tumors.”

Jetzt seid Ihr dran – was tun? Auf das Grundproblem hatte ich ja schon hingewiesen. Als Notarzt hätte ich ihn mit sanfter Gewalt ins Auto gedrängt. Aber ich war ja nicht in der Rolle als Notarzt da. Und an meine Blaulicht-Freunde: die Möglichkeit – unterschreiben Sie hier, dass sie nicht mitwollen und auf wiedersehen – existiert hier natürlich nicht. Die Frage ist also eher rechtlicher, moralischer und ethischer Natur.
Darf Herr Schiller in dieser Situation zu Hause bleiben? Muss ich versuchen, ihn zu überreden, in die Klinik zu gehen? Und darf ich ihn zu Hause symptomatisch behandeln (also nur die Symptome Luftnot, Schmerzen, Übelkeit) ohne die eigentliche Ursache zu bekämpfen, wohl wissend, dass er wahrscheinlich an dem Herzinfarkt versterben wird? Was hättet Ihr Herrn Schiller geraten?

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10 Sätze für die Innentasche der Notarztjacke

Du denkst, Notfallmedizin wäre schwierig? Du möchtest auch mal cool und lässig rüberkommen und nicht wie ein inkompetenter Hasenfuß? Kein Problem! Mit diesen zehn Sätzen liegst du immer richtig:

1. Wo haben Sie denn Ihre Krankenkassenkarte?

2. Und warum rufen Sie uns jetzt, Sonntagnacht um drei Uhr, an?

3. Ah, ein Herzinfarkt/ Krampfanfall/ Luftnot – einmal das in diesen Situationen Übliche bitte!

4. Einen Betablocker bitte. Nein, nicht für den Patienten, für mich!

5. Besorg mir bitte irgendein Bett in irgendeiner Abteilung in irgendeinem Krankenhaus!

6. Nein, selbstverständlich werde ich diesen Transport nicht begleiten.

7. Der Dackel bleibt hier!

8. Oh,lassen Sie mich kurz nachsehen… nein, das mobile Herzkatheterlabor für die Kitteltasche habe ich ausgerechnet heute vergessen!

9. Ja, Sie müssen mitkommen.

Und zu guter Letzt, weil es nie falsch sein kann…

10. 8er tubus, bitte!

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Hm… schwierig!

Der Einsatz lautete auf Schädel-Hirn-Trauma irgendwo im Wald. Wir fuhren hin und fanden eine einigermaßen skurrile Situation vor. Die Radfahrerin war ohne Helm mit dem Kopf über die Lenkstange vom Rad abgestiegen und lag bei unserer Ankunft im RTW. Das ganze war in einem hochfrequentierten Freizeitgebiet passiert, so dass Hilfe schnell vor Ort vor war. Ich stieg in den RTW und merkte sogleich, dass die Stimmung nicht gut war. Die RTW-Besatzung guckte etwas unglücklich und mittendrin hüpfte ein Mensch in zivil fröhlich umher und gab Anweisungen. Die Patientin selbst hatte eine blutende Platzwunde, war jedoch wach und einigermaßen ansprechbar.
“Ach, gut dass sie kommen!”, rief mir der Mensch in zivil zu. “Ich bin auch Notarzt am Krankenhaus GottesGeschenkAnDieNotfallmedizin und gerade zufällig hier vorbeigekommen. Die Patientin hatte einen Unfall mit dem Rad, sie war wohl kurzzeitig bewusstlos und hat dann auch gekrampft. Ich habe schon mal Midazolam gespritzt.”
“Hat nicht gekrampft.”, murmelte der Rettungsassistent in seinen nicht-vorhandenen Bart. “Ich schlage vor, sie legen jetzt noch einen zweiten Zugang und fahren dann in den Schockraum im Krankenhaus GottesGeschenkAnDieNotfallmedizin, wo ich sie schon angemeldet habe.”
Sprach’s und verschwand aus dem Wagen.
Die Kollegen vom RTW waren völlig ungehalten. “Was soll das?”, fauchte mich Ernie an, den ich schon gut von anderen Einsätzen kannte. Der Typ führt sich auf, meldet die Patientin einfach im Schockraum an, ich kenne den gar nicht! Und gekrampft hat die Frau auch nicht! Die hat ein bisschen mit den Armen gerudert, als wir sie in den RTW getragen haben, sonst nichts!”
Ich untersuchte die Patientin. Sie war ein wenig benommen, aber für einen Krampfanfall fand ich auch keine Anhalte.”
“Das mit der zweiten Nadel lassen wir, aber wir fahren sie über den Schockraum im Krankenhaus GottesGeschenkAnDieNotfallmedizin, denn da ist sie ja jetzt schon mal angemeldet.”, entschied ich, um die Diskussion zu beenden.
“Muss das sein?”, fragte Ernie. “Wir hätten die Patientin einfach normal chirurgisch ohne Notarzt gefahren,wenn der Typ nicht dahergekommen wäre.” Ernie war jetzt maximal bockig.

Schwierig. Ich konnte Ernie ja verstehen. Da springt ihm so ein dahergelaufener Notarzt aufs Auto. Ernie wollte ja nicht unhöflich sein und sich erstmal den Arztausweis zeigen lassen, aber er war mit der Therapie des Notarztes nicht einverstanden. Er wusste nicht, ob er sich wehren kann und darf und auch ich war mehr als irritiert von dieser Situation, denn der Kollege hatte ja nicht nur Hilfe angeboten, sondern war aktiv in die Versorgung eingestiegen (Nadel legen, Medikament spritzen, Schockraum anmelden). Ich fand das auch nicht so prickelnd, denn ich war nun zwischen Baum und Borke gefangen. Einerseits fand ich die Einschätzung des Kollegen auch falsch (Krampfanfall, schweres SHT), andererseits fand ich auch, dass Ernie die Patientin nicht richtig einschätzte (fahren wir ohne Notarzt). In der Diskussion hinterher war ich jedoch ratlos. Hätte Ernie den ersten Notarzt vom Auto werfen dürfen, wenn er ihn nicht als Notarzt erkennt? Da könnte ja schließlich jeder kommen. Oder hat der erste Notarzt an der Unfallstelle nun mal, wie im Rettungswesen üblich, automatisch die Leitung (und war damit auch mir gegenüber weisungsbefugt?).

Ich fand es sehr schwierig und habe da noch lange drüber nachgedacht, ohne zu einer befriedigenden Antwort zu kommen. Habt Ihr so was schon mal erlebt?

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Mit den besten Genesungswünschen an die Gattin…

Lieber Herr Müller-Meyer-Huber,

vielen Dank, dass Sie unseren Dienst kürzlich in Anspruch genommen haben. Ich hoffe, Ihrer Frau geht es mittlerweile schon ein wenig besser, obwohl das ja nicht sehr wahrscheinlich ist.
Ich hätte da nur eine Frage, die ich mich nicht zu stellen traute, als wir neulich bei Ihnen in JWD, wo ich nicht tot überm Zaun hängen möchte,  im Wohnzimmer standen.
WAS UM ALLES IN DER WELT STIMMT BITTE MIT IHREM KOPF NICHT???
Ja, ich meine Ihren Kopf und nicht den Ihrer bemitleidenswerten Frau, deren erster Fehler schon mal war, dass sie SIE geheiratet hat (entschuldigen Sie bitte meine Wortwahl. Es geht mich ja wirklich nichts an, ob Ihre Frau Sie oder jemand anderes geheiratet hat, aber ich bin mir sicher, wäre ihre Wahl nicht auf Sie gefallen, so hätte sie gute Chancen gehabt, ihrem weiteren Schicksal zu entgehen).
Wissen Sie, ich bin ja eigentlich in der Stadtrettung tätig und es daher gewohnt, dass man wegen banaler Befindlichkeitsstörungen den Notarzt (oder in meinem Fall: die Notärztin) ruft. Ich weiß auch, dass die Landbevölkerung etwas tougher ist und man für gewöhnlich nicht wegen eines eingewachsenen Zehennagels gerufen wird. Aber Sie haben echt den Vogel abgeschossen.
Um 20 Uhr fanden Sie Ihre Frau bewusstlos auf dem Sofa vor. Sie haben mehrfach versucht, sie zu wecken, aber sie hat nicht reagiert. Daraufhin haben Sie entspannt den Tatort oder was auch immer geguckt und sind schließlich ins Bett gegangen. Am nächsten Tag fehlte Ihnen Ihre Frau bei der Arbeit im Stall. Das war sehr ärgerlich, denn jetzt mussten Sie die Kühe und Hühner (oder was da so bei Ihnen rumrennt) ja selbst versorgen und Frühstück hat Ihnen auch keiner gemacht. Wirklich ärgerlich. Ihre Frau hat noch immer nicht großartig auf Ihre Frage nach Frühstück reagiert (ich unterstelle jetzt mal, das Sie sie nach Ihrem Frühstück gefragt haben. Vielleicht wollten Sie auch nur wissen, warum sie nicht im Kuhstall steht, das kann ich jetzt nicht beurteilen, vielleicht klären Sie mich auf). Da ging Ihnen dann – etwa zwölf Stunden später – ein Licht auf. Nur ein sehr kleines, augenscheinlich, denn Sie riefen jetzt erstmal den Hausarzt. Diesem kam die Sache schon mal recht komisch vor, so dass er umgehend seine Sprechstunde verließ, um zu Ihnen zu kommen. Das würde ich ihm an Ihrer Stelle mal hoch anrechnen, obwohl es wahrscheinlich auch schon egal war. Als er Ihre Frau sah, bekam er fast einen Herzinfarkt. Jedenfalls sah er so aus, als ich mit ihm sprach, und ich denke, dass er nicht so leicht zu erschüttern ist. Nachdem er Ihre Frau untersucht hatte, ließ er umgehend meine Wenigkeit holen, damit ich mich um den Weitertransport Ihrer Frau kümmere. Mittlerweile hatte sich Ihre Frau mehrfach übergeben, zudem konnte man wieder ein wenig mit ihr in Kontakt treten, wenn auch nur mit viel Mühe und gutem Zureden. So gab sie an, dass sie nichts mehr sehen könne, was bei den meisten Menschen doch einige Alarmglocken läuten lässt. Wir brachten Ihre Frau umgehend in die nächste Klinik mit CT und entgegen meiner üblichen Gepflogenheiten wartete ich sogar noch die Bildgebung ab. Daher weiß ich auch, dass der Radiologe völlig entsetzt war, als er dieses CT in Augenschein nahm. Der Neurologe war genauso begeistert. Ihre Frau hatte eine Basilaristhrombose. Das wird Ihnen nicht viel sagen, ich erkläre es Ihnen mal mit einfachen Worten: ein RIESIGER Schlaganfall. Mit DEMARKIERTEN INFARKTAREALEN. Das heißt, das Gefäß ist schon so lange zu, dass man im CT sieht, dass das Hirngewebe kaputt ist. Ist dieser Ausprägung sicher seit mehr als sechs Stunden. Als wir anboten, die Patientin zur Rekanalisation in ein anderes Zentrum zu fahren (pure Verzweiflung!) lachte man uns aus. Denn dafür war es VIEL ZU SPÄT.

Herr Müller-Meyer-Huber, was genau war denn jetzt das Problem? Gucken Sie nicht genügend Arztserien? Sind all die Aufklärungskampagnen zum Schlaganfall und das Stichwort “Time is Brain” komplett an Ihnen vorbeigegangen? Mögen Sie Ihre Frau nicht besonders? Kam es Ihnen nicht irgendwie komisch vor, dass Ihre Frau stundenlang komatös auf dem Sofa lag? Ich erwarte ja nicht, dass Sie die Diagnose einer Basilaristhrombose selbst stellen, aber wäre es nicht möglich gewesen, etwa 12 Stunden früher den Rettungsdienst zu rufen? Oder meinetwegen auch den Tierarzt, den Metzger oder den Elektriker – irgendwen, der Ihnen sagt, Du, Frau und Koma ist eigentlich nicht normal?

Ihr Frühstück werden Sie jetzt sicherlich immer selbst machen dürfen. Und das Ihrer Frau gleich mit. Füttern inklusive.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Genesungswünschen an Ihre Gattin,

Dr. Anna

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Liebe Notfallpatienten…

Analog zu dem Brief an die Patienten in der Ambulanz musste ich aus gegebenen Anlass einen Brief für alle Notfallpatienten aufsetzen. Er soll jedem Patienten, der die Notfallnummer wählt, noch vor dem Eintreffen des Notarztes nach Hause gefaxt werden. Ich denke, das wird sich in Kürze im Rettungswesen durchsetzen, da es unsere Arbeit ungeheuer erleichtern wird.

 

Liebe Patienten,

vielen Dank, dass Sie unseren Notfallservice in Anspruch nehmen. Wir freuen uns außerordentlich, Ihnen heute dienen zu dürfen. Bitte beherzigen Sie folgenden Punkte, die einen reibungslosen Ablauf Ihrer Rettung gewährleisten sollen.

  • Bitte halten Sie Ihre Versicherungskarte bereit. Auch wenn Sie schon tot sind und auf Wiederbelebung warten, sollten Sie unbedingt Ihre Versicherungskarte vorher noch schnell bereitlegen. Wir brauchen Sie dringend und müssen sonst ihre ganze Wohnung durchsuchen. Wenn Sie auf Reanimation warten, legen Sie bitte auch Ihren Ausweis bereit, dann lässt sich der Totenschein schneller ausfüllen, falls unser Service unglücklicherweise nicht zu Ihrer Zufriedenheit erfolgt sein sollte.
  • Bitte gucken Sie nicht so überrascht, wenn wir Sie mit in die Klinik nehmen möchten. Selbstverständlich sind wir sehr bemüht, Diagnostik, Therapie und Rehabilitationsmaßnahmen innerhalb von nur drei Minuten  in ihrem Wohnzimmer durchzuführen (Privatpatienten: zwei Minuten), um Ihnen die Unannehmlichkeit zu ersparen, mit in die Klinik fahren zu müssen, aber leider gelingt es uns nicht immer. Sie müssen uns diese Nachlässigkeit nachsehen. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung des portablen CTs und des Kitteltaschen-Herzkatheters.
  • Natürlich nehmen wir auch ihre Katze mit. Sie kann vorne im Wagen mitfahren.
  • Gerne warten wir auch in ihrem Flur, während Sie noch ihre Tasche packen. Lassen Sie sich ruhig Zeit, wir haben schließlich nichts Besseres zu tun und andere Patienten warten sicherlich gerne, wenn sie wissen, dass Sie noch in Ruhe ihre Unterwäsche einpacken müssen. Gutes Aussehen ist schließlich auch in der Klinik wichtig. Vergessen Sie bitte Ihre Zahnbürste nicht, das wäre fatal!
  • Sie dürfen natürlich jederzeit das Rettungspersonal beschimpfen. Jegliche Regeln von Anstand und gutem Benehmen zählen nicht, wenn Sie sich in der Gegenwart von Menschen in rot-weißer Kleidung befinden. Wenn Sie endlich mal all ihrem Ärger Luft gemacht haben, fahren wir Sie auch gerne noch nach Hause. Ein Taxi zu rufen wäre Ihnen ja auch nicht zuzumuten.
  • Bitte entschuldigen Sie, wenn wir nachts um drei nicht freundlich lächeln, wenn wir ihre seit drei Wochen bestehenden Brustschmerzen begutachten sollen. Das ist wirklich völlig unentschuldbar. Sie zahlen so viele Beiträge an die Krankenversicherung, da ist es doch das mindeste, dass wir sie unverzüglich und freundlich lächelnd in die Klinik fahren. Noch fünf Stunden auf das Öffnen der Praxis ihres Hausarztes zu warten, ist Ihnen nicht zuzumuten.
  • Sollten Sie privat versichert sein, so sagen Sie dies bitte schon beim Anruf bei der Leitstelle. Dann kommen wir mit dem goldenen Rettungswagen und der Sänfte.

Wir freuen uns schon, in wenigen Minuten bei Ihnen einzutreffen und Ihnen dienen zu dürfen!

Ihr Rettungsteam

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Der liebe Tubus…

Da lag sie nun, Frau Schneider. Zarte 88 Jahre alt und mit einem massiven Schlaganfall. Man hatte mich hinzugerufen, weil der Radiologe heroisch die A.carotis interna rekanalisieren wollte. Ich sollte für die passenden Bedingungen sorgen. Bei meinem Eintreffen in der Notaufnahme schon bekam ich den ersten Hyperventilationsanfall.
“Was ist das?”, fragte ich entsetzt und zeigte auf das Ding, das der Patientin aus dem Mund ragte.
“Larynxtubus.”, erwiderte der zuständige Kollege lapidar. “Der Notarzt konnte sie nicht intubieren, also hat er das Teil da reingesteckt.”
“Raus!”, krächzte ich noch, während ich nach Luft rang.
“Jaja, musste umintubieren…” Damit war der Kollege auch schon verschwunden. Meine momentane Unpässlichkeit ausnutzend schlich sich ein Internist an mich heran. “Muss intubiert werden, ja?”, fragte er scheinheilig.
“Ja. Das ist ja kein sicherer Atemweg.”, gab ich zurück.
“Nun…”, er legte mir verschwörerisch den Amrum die Schulter. “Unsere Kollegin Dr. Seit-drei-Wochen-Hier hat noch nie intubiert… und sie würde doch so gerne mal… Wir könnten das auch mit Videolaryngoskop machen…”
Schnell schob ich seinen Arm zur Seite.
“Die Patientin ist nicht nüchtern!”, konstatierte ich (sehr nüchtern). Aus dem Augenwinkel sah ich, dass Dr. Seit-drei-Wochen-Hier sehr enttäuscht dreinschaute.
Der Internist seufzte. “Internistische Patienten sind aber nie nüchtern! Und sie muss es doch auch mal üben!”
Reflektorisch hatte ich ein schlechtes Gewissen. Natürlich hatte der Kollege recht, sie muss es üben und sie wird es nur selten mit kontrollierten Bedingungen zu tun haben. Aber muss das sein bei einer Patientin, die so ein hohes Aspirationsrisiko hat? Und die der Notarzt schon nicht intubieren konnte? Ist das jetzt ein gutes Übungsobjekt?  Und wie erklärlich meinem Chef, dass ich jemand völlig Unerfahrenes an dieser Patientin habe üben lassen,wenn dann was schief geht?”
“Nein.”, sagte ich.”Ich mache es selbst.”

Und natürlich fühlte ich mich den Rest des Abends über unglaublich unkollegial. Trotzdem, wenn sie üben wollen, sollen sie in den OP kommen. Da zeige ich das jedem gerne unter kontrollierten Bedingungen.

Die Patientin war übrigens ganz leicht zu intubieren – in der Klinik mit Relaxanz und hinter der Patientin stehend (anstatt draußen auf dem Boden liegend) sieht das oft völlig anders aus.Daher würde ich mich immer davor hüten, über den Notarzt zu lästern, der “das nicht intubieren konnte!”. Trotzdem – eine Notfallsituation ist nichts für den Berufsanfänger.

Oder?

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Ambulantes Operieren – Werk des Teufels?

Im aktuellen Spiegel (Heft 5.2012) ist ein interessanter Artikel über dramatische Fehler einer Anästhesistin, die mittlerweile zum dritten Mal wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung vor Gericht steht. Drei Patienten – ein vierjähriger Junge, eine 44-jährige und eine 78-jährige Frau – waren zwischen 1994 und 2009 im Rahmen von ambulanten Operationen in einer Bonner Praxis für Orthopädie verstorben. Im Falle des kleines Kindes konnte der Atemweg nicht gesichert werden, wohl auch, weil nicht das notwenige Kinderequipment bereitstand, in einem anderen Fall war die Patientin postoperativ nicht überwacht worden, sondern ohne Monitoring in ein Einzelzimmer verlegt worden (jetzt kann man spekulieren, denkbar ist sowas wie Opiatüberhang, darunter Aussetzen der Atmung, bei fehlender Überwachung ist das schnell tödlich). Der Spiegel verteufelt nun das ambulante Operieren im Allgemeinen, zu gefährlich, zu profitgierig. Ich würde es vielleicht nicht ganz so schauerlich darstellen, obwohl jeder Anästhesist die eine oder andere schaurige Geschichte aus dem ambulanten OP-Zentrum kennt, wo der Patient im Falle einer Komplikation unter Umständen nicht optimal versorgt ist. Natürlich steht ein ambulanter Operateur/ Anästhesist unter einem anderen finanziellen Druck. Wenn das Großkrankenhaus heute Oma Mayer nicht operiert, dann wird sie halt morgen operiert, das geht im ambulanten OP-Zentrum natürlich nicht so ohne weiteres. Damit will ich nicht sagen, dass es deshalb verzeihlich ist, Standards zu vernachlässigen, aber ich kann zumindest sehen, wie solche Katastrophen zustandekommen. Nicht verzeihlich ist es, Narkosen durchzuführen, für die ich nicht ausgerüstet bin (siehe dreijähriges Kind), oder für die es besondere Kompetenzen braucht (siehe dreijähriges Kind).
Normalerweise sind ambulante OPs schon deshalb so wenig komplikationsträchtig, weil vorher gnadenlos gesiebt wird (werden sollte) – das heißt, Oma Mayer kommt mit ihrer hochgradigen Aortenstenose sicher nicht auf den ambulanten OP-Tisch, auch wenn sie sich nur mal schnell etwas Metall aus dem Fuß entfernen lassen will. Es werden in erster Linie gesunde Patienten anästhetisiert, weil hier das Risiko für Komplikationen gering ist. Für alles andere gibt es die Kliniken, die dafür ausgestattet sind. Auch redet sich der Klinik-Anästhesist natürlich leicht, wenn er über die Fehler von niedergelassenen Kollegen urteilt. Wenn ich den Atemweg nicht gesichert kriege, dann hole ich mir jemanden, der das kann. Und was macht der Kollege in der Praxis? Der steht weiterhin alleine da. Der kann dann bestenfalls noch den Notarzt rufen, und wenn das nicht zufällig auch ein Anästhesist ist, dann heißt es back to square one.
Ich glaube, es ist sicherlich auch schwierig, unter finanziellem Druck Patienten abzulehnen, die mir angeboten werden, nur weil ich mir nicht so sicher bin, ob ich hier über die ausreichende Kompetenz verfüge. Meistens geht ja auch alles gut – aber gerade Kinder sind so ein Thema. Der Ausbildungskatalog für Anästhesisten sieht 50 Kindernarkosen vor (bei Kindern unter 5 Jahren). Die meisten Häuser haben keine Kinderanästhesie, daher geht man irgendwo hin und hospitiert. So habe ich es auch gemacht, ich habe insgesamt 53 Kinder unter fünf Jahren anästhesiert. Kann ich deshalb Kindernarkosen? Naja. Ich würde mich zumindest in einem ambulanten Setting nicht trauen, ein dreijähriges Kind zu betreuen. Daher denke ich, man sollte hier differenzieren zwischen der sicherlich indiskutablen Leistung von Einzelpersonen (wie sie hier nach der Beschreibung im Spiegel wohl vorlagen) und dem Verdammen einer ganzen Zunft.

Meine Meinung.

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Wie werde ich zum Held meiner Rettungswache? (1)

Das erste Mal als Notarzt auf der Wache? Alle sprechen über deinen Vorgänger, der echt ein toller Kollege war? Du fragst dich, wie du es schaffen wirst, dass sie bald auch so über dich reden? Die Antworten werde ich dir verraten mit dieser Kolumne, in der ich in unregelmäßigen Abständen Tipps zur Besserung deines Beliebtheitsstatus geben werde. Los geht es mit den ersten drei Vorschlägen:

Ist der Wachbeginn um 7.00 Uhr und du musst etwa 50 Kilometer aufs Land rausfahren, um bei deiner neuen Wache anzukommen, plane etwa 45 Minuten ein. Fahre dann besonders geschickt, so dass aus den 50 Kilometern gleich 80 werden und du dich auf den letzten Metern hinter einen Viehtransporter klemmst, den es nicht zu überholen gilt. Kommst du dann gegen 7.40 Uhr auf der neuen Wache an und das NEF ist schon seit einer haben Stunde abgemeldet, weil dein Vorgänger jetzt echt nicht länger bleiben konnte, so werden sie dich bei deiner Ankunft frenetisch feiern.

Ein KTW ruft dich zur Hilfe, weil er nach 20 km schon keinen Bock mehr auf einen Transport von 100 km hat? Kein Problem, ruf einfach deinen eigenen RTW und erkläre Ihnen, sie müssen den Patienten jetzt weiter transportieren, natürlich ohne dich. Wenn sie nach drei Stunden wiederkommen, liegst du demonstrativ auf einem Liegestuhl vor der Wache und genießt die Sonne. Sie werden sich mit dir freuen.

Gegen Nachmittag solltest du deinen Fahrer bitten, dich zum nahegelegenen Supermarkt zu fahren, wo du eine Banane einkaufst. Dann fahrt ihr zurück zur Wache. Gerade, wenn der Fahrer sich wieder hinsetzen möchte, fällt dir ein, dass du noch zur Apotheke wolltest. Du lässt dich auch hierhin fahren. Du kaufst eine Packung Hustenbonbons. Dann fahrt ihr wieder zurück zur Wache. Gleiches Spiel, du wartest wieder den Moment ab, in dem dein Fahrer sich hinsetzen möchte, da fällt dir ein, dass du noch Schuhe kaufen wolltest. Dein Fahrer wird dich ins nächste Schuhgeschäft fahren und dich dort gerne zwei Stunden lang beraten, welches Modell deinen zarten Füßen wohl am besten stehen mag. Kaufen solltest du dann aber nichts.

Wenn du diese Tipps beherzigst, werden deine neuen Kollegen begeistert sein, wenn du wieder nach Hause fährst.

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Der Verkehrsunfall

Der Funk krähte unablässig nach meiner Aufmerksamkeit und so rannte ich keuchend zum Auto (war leider ein längerer Weg). Benjamin hielt mir das Fax entgegen. Da stand nur schlicht: Verkehrsunfall.
“Aha.” sagte ich, gab brav die Adresse in den Navi ein und wir fuhren los. Ich lehnte mich entspannt zurück. Der Einsatz war irgendwo am anderen Ende der Stadt, gar nicht mehr unser Wachgebiet, entsprechend lang war die Anfahrt.
“Hattest du schon mal einen Einsatz bei einem Verkehrsunfall?” fragte Benjamin nach ein paar Minuten, in denen ich gerade geistig den nächsten Tag geplant, über meine Socken nachgedacht und eine mentale Notiz angelegt hatte, die mich daran erinnern sollte, dass ich umbedingt noch Sojajoghurts kaufen musste. Ich sah ihn verstört an. “Wie jetzt? NATÜRLICH hatte ich schon mal einen Verkehrsunfall. Hunderte. Tausende wahrscheinlich. Ich fahr ja nicht erst seit gestern Notarzt!” gab ich entrüstet zurück.
“Also…” sagte Benjamin.  “Ich fahre ja nun auch schon ein paar Jahre, aber immer in der Innenstadt… da sind schwere Unfälle ja selten. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen wirklich schwer Verletzten aus dem Auto gefischt habe.”
Nervös rückte ich auf meinem Sitz hin und her. Ich dachte angestrengt nach. Was war die Ausbeute der letzten paar Schichten? Bauchschmerzen hier, Rückenschmerzen da, mal eine Harnleiterkolik… Der letzte Verkehrsunfall als Notarzt? Ich überlegte… “Vor einem halben Jahr haben wir mal einen unter der Leitplanke rausgezogen!” erklärte ich schließlich.
“Und, was hatte der?”
“Arm gebrochen!” sagte ich stolz. Benjamin sah mich spöttisch an.
“Da warste ja schwer gefordert.”
“Hätte ja auch was Schlimmeres sein können!” gab ich beleidigt zurück.
“War es aber nicht.”
“Zählt Schockraumversorgung?” fragte ich hoffnungsvoll.
“Nein.” Ich war enttäuscht.
“Also, du kannst dich auch nicht erinnern, wann du das letzte schwere Polytrauma von der Straße geholt hast.” stellte Benjamin schließlich fest.
“Es könnte schon ein wenig her sein…” nuschelte ich.
“Siehst du, deshalb bin ich immer ein wenig nervös, wenn auf dem Fax was von Verkehrsunfall steht. Du weißt nicht, wie viele daran beteiligt sind, um wen du dich zuerst kümmern sollst…”
Ich fing leise an zu hyperventilieren. Darüber hatte ich nun schon lange nicht mehr nachgedacht.  Was, wenn der Verkehrsunfall ein Unfall mit vier Schwerverletzten war? Crashrettung? Weitere Notärzte bestellen? Triage? Alles gleichzeitig? Mir war schlecht. Ich kramte nochmals das Fax hervor. Hatte ich den Teil mit den vier Schwerverletzten überlesen? Nein, da stand nichts weiter. Die Angaben blieben kryptisch. Benjamin sinnierte derweilen über die Angst des Torwarts beim Elfmeter, während in meinem Kopf sich bereits Horroszenarien breit machten. Die Anzahl der Verletzten war mittlerweile auf sechs angestiegen, mindestens einer hatte eine Amputationsverletzung, einem anderen fehlte der Kopf. Mindestens. Und ich in der Mitte. Als wir uns der Unfallstelle näherten, hatte ich eine Herzfrequenz von 140 und einem Blutdruck, der sicherlich behandlungswürdig war. Von weitem sah ich schon ein Aufgebot an Blaulichtern. Kalter Schweiß stand mir aus der Stirn. Wir parkten und ich stürmte aus dem Auto auf den Pulk von Feuerwehr und Polizei zu.
“Oh mein Gott, oh mein Gott, was ist los? Wo ist der Kopf? Wir müssen den Arm mitnehmen!” rief ich dem Leiter der Einsatztruppe zu. Dieser sah mich etwas verwundert an. Dann zeigte er auf ein zerbeultes Fahrrad und auf einen Herren, der an der Bordsteinkante saß und dem gerade von einem RA ein Zugang gelegt wurde.
“Das ist der Herr Fischer, der mit dem Rad in den Straßenbahnschienen hängengeblieben und vom Fahrrad gefallen. Er scheint sich nur ein paar Prellungen zugezogen zu haben.”
“Hallo!” rief Herr Fischer und winkte mir fröhlich zu. Ich sah mich irritiert um. Der Pulk aus Polizei und Feuerwehr trat gerade den Rückzug an. Benjamin schlenderte gemächlich zu mir herüber.
“Und die anderen?” fragte ich.
“Welche anderen?”
Langsam beruhigte ich mich wieder. Herr Fischer sah erwartungsvoll in meine Richtung. Benjamin grinste breit. “Einmal das Übliche?” fragte er und klopfte auf seinen Medikamentenkoffer.
“Ja ja..”. murmelte ich.
“Was ist denn los mit dir? Bist doch sonst nicht so aufgeregt.”  bemerkte der Leiter. Ich machte eine abwehrende Handbewegung und begab mich mit einem tiefem Seufzer der Erleichterung zum Patienten…

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Das Schicksal herausgefordert

Ich glaube ja nicht an das Schicksal. Das heißt, manchmal schon, aber meistens eigentlich nicht. Nach einem Ereignis, das sich so vor einiger Zeit zutrug, glaube ich aber, dass man das Schicksal nicht unnötig herausfordern sollte. Es begab sich nämlich Folgendes…

Es war ein Notarztdienst weit außer halb meines eigentlichen Standortes, wo ich mich nur etwa ein Mal alle zwei Monate blicken lassen. Beim Schichtwechsel am Abend forderte ich das Schicksal zum ersten Mal heraus. Ich sagte zu einem der Rettungsassistenten, als er durch die Tür trat: “Immer wenn wir beide zusammen fahren gibt es Tote.” Dies war eigentlich nur die rein objektive Feststellung eines Sachverhalts, aber vielleicht hätte ich es nicht laut aussprechen dürfen. Dann verkündete ich laut, dass ja den ganzen Tag über nichts los war, und ich eigentlich nichts gegen etwas Arbeit hätte, aber bitte nicht um 20.15 Uhr, weil da eine Dokumentation läuft, die ich gerne ansehen würde. Nächster Fehler. Das Schicksal rüstete sich gerade im Hintergrund. Als nächstes sagte ich den verhängnisvollen Satz: “Im Ort Niemandsland darf man aber auch nicht tot umfallen. Da braucht ja jedes Rettungsmittel mindestens 15 Minuten hin, und das auch nur, wenn die Verhältnisse optimal sind.”

Was soll ich sagen. Ihr könnte es Euch fast schon denken. Das Schicksal hatte aber auch noch eine kleine perfide Extragemeinheit für uns parat. Der RTW wurde um 19 Uhr zu einem Einsatz ohne Notarzt gerufen. Um 20 Uhr gab es den Einsatz für uns (Doku verpasst). Alarmschreiben: “laufende Rea in Niemandsland!” (yeah!) und als extra Leckerli durften wir uns dort auch noch 10 Minuten zu zweit rumschlagen, weil der RTW 20 km entfernt gerade einen Patienten abgeliefert hatte. Und das Endresultat? Patient war trotz umfangreicher Bemühungen leider nicht wiederzubeleben (vielleicht haben der RA und ich zusammen einfach eine schlechte Aura?).

Ich fand das irgendwie gemein. Und in Zukunft werde ich sicherheitshalber einfach mal meine Klappe halten. Man weiß ja nie.

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