…bin ich. Habe ich jetzt gelernt. Folgendes spielte sich kürzlich in einer endokrinologischen Praxis ab.
“Sie haben also eine Hashimoto-Thyreoiditis (autoimmune Schilddrüsenunterfunktion).”
“Jawollo.”
“Wie lange denn schon?”
“Och…” langes Überlegen meinerseits. “So vier Jahre?”
Mein Gegenüber nickt verständig.
“Wo waren Sie bislang in Behandlung?”
“Wie, Behandlung? Ich behandle mich selbst!” stolzer Gesichtsausdruck, mein Gegenüber guckt etwas kritisch.
“Und WOMIT behandeln sie sich selbst?”
“Mit Schilddrüsenhormonen.”
“Nicht wirklich?!” Mein Gegenüber neigt zu Sarkasmus. “Und verraten Sie mir vielleicht auch, in welcher Dosierung?”
Ich gucke beschämt zu Boden. “Das wechselt so… wie ich Lust habe… gerade sind es 100 µg.”
Stirnrunzeln. “Bei ihrem Gewicht? Haben Sie mal ihr TSH bestimmen lassen?”
“Ja… das war so… also, jedenfalls gerade noch nachweisbar…”
Mein Gegenüber läuft rot an. “Ist ihnen da nichts aufgefallen?” keucht er schließlich.
“Sie meinen… etwas übersubstituiert?”
“Allerdings!” Er nimmt einen Stift auf und klopft damit hektisch auf dem Tisch herum. “Haben sie wenigstens mal ein Ultraschall der Schilddrüse machen lassen?”
“Mache ich andauernd! Selbst!” Ich erwarte ein Lob.
“Und?” fragt er knapp.
“Woher soll ich das wissen, ich hab doch keine Ahnung, wie so eine kranke Schilddrüse im Ultraschall aussehen soll!”

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, er hat in einem unbeobachtet geglaubten Moment kurz mal zum Flachmann gegriffen. Ich will mich ja auch nicht als Patienten haben…

Share Button