10 Sätze für die Innentasche der Notarztjacke

Du denkst, Notfallmedizin wäre schwierig? Du möchtest auch mal cool und lässig rüberkommen und nicht wie ein inkompetenter Hasenfuß? Kein Problem! Mit diesen zehn Sätzen liegst du immer richtig:

1. Wo haben Sie denn Ihre Krankenkassenkarte?

2. Und warum rufen Sie uns jetzt, Sonntagnacht um drei Uhr, an?

3. Ah, ein Herzinfarkt/ Krampfanfall/ Luftnot – einmal das in diesen Situationen Übliche bitte!

4. Einen Betablocker bitte. Nein, nicht für den Patienten, für mich!

5. Besorg mir bitte irgendein Bett in irgendeiner Abteilung in irgendeinem Krankenhaus!

6. Nein, selbstverständlich werde ich diesen Transport nicht begleiten.

7. Der Dackel bleibt hier!

8. Oh,lassen Sie mich kurz nachsehen… nein, das mobile Herzkatheterlabor für die Kitteltasche habe ich ausgerechnet heute vergessen!

9. Ja, Sie müssen mitkommen.

Und zu guter Letzt, weil es nie falsch sein kann…

10. 8er tubus, bitte!

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Wer will das lesen?

In den letzten Tagen ist irgendwas mit meinem Spamfilter aus dem Ruder gelaufen. Sieben Spamkommentare haben es tatsächlich durch das sonst so zuverlässig arbeitende Akismet geschafft. Ich habe das mal gelöscht, da ich denke, dass sich auch sonst keiner für “Viagra ganz billig” und “Penisverlängerung in nur zwei Tagen”  interessiert. Sollte ich mich irren, könnte Ihr Euch gerne vertrauensvoll an mich wenden , dann leite ich Euch die Links selbstverständlich weiter.

Das erinnert mich allerdings doch an eine Begebenheit aus meinen medizinischen Anfängertagen. Ich war zarte 25 Jahre alt und hatte gerade die Uni hinter mich gebracht. Im PJ, welches ich zu großen Teilen im englischsprachigen Ausland verbracht hatte, hatte ich gelernt, dass man männliche Patienten, die Betablocker einnahmen oder an einem Diabetes litten, immer nach Errektionsstörungen fragen sollte (damals war ich noch nicht in der Anästhesie sondern in einem konservativen Fach, dem Anästhesisten ist das sowieso relativ latte, wenn ich das mal so sagen darf). Während ich das immer als sehr unangenehm empfand, so in die Privatsphäre der Patienten einzudringen (ich junges Ding frage den älteren Herren, ob alles fit im Schritt ist, naja…), war ich doch sehr überrascht zu lernen, dass die meisten Männer da recht locker und auskunftsfreudig waren. Nach ein paar Wochen allerdings hatte ich diese Frage aus meinem Repertoire verbannt. Wieso? Eines Tages gab mir ein Patient einfach mehr Informationen, als mir lieb war, um es mal vorsichtig zu formulieren.

Hab dann festgestellt, geht auch ohne die Info…

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